Depot Tipp

Wer an der Börse eine Dividendenstrategie verfolgt, benötigt ein Online-Depot das “dividendenfreundlich” agiert und geringe Gebühren hat. Denn wie ich leider selbst feststellen musste, gibt es tatsächlich Depot-Banken, die für den Eingang einer Dividende Gebühren berechnen oder so hohe Gebühren verlangen, dass kleine Dividendeneingänge davon sofort zunichte gemacht werden.

Consors, Onvista Bank oder comdirect sind ideal

Deutlich besser machen es die Direktbanken wie Consors, justTRADE oder comdirect. Hier werden keine Gebühren für Dividendeneingänge berechnet. Weder für deutsche noch für ausländische Dividenden. Es spielt auch keine Rolle ob Sie 8.412 Euro oder nur 0,03 Euro erhalten. Der Dividendeneingang wird kostenfrei verbucht und direkt mit Ihrem Steuerfreibetrag verrechnet.

justTRADE
» 0,- € Dividendengebühr
» 0,- € Kontoführung
» 1,- € je Order
» Aktiensparplan ab 25 €
» Sparplangebühr 1 €
» Hier direkt zum Konto
comdirect
» 0,- € Dividendengebühr
» 0,- € Kontoführung
» 3,90 € je Order (Aktion!)
» Aktiensparplan ab 25 €
» Sparplangebühr 1,50%
» Hier direkt zum Konto
Consorsbank
» 0,- € Dividendengebühr
» 0,- € Kontoführung
» 6,50 € je Order
» Aktiensparplan ab 25 €
» Sparplangebühr 1,50%
» Hier direkt zum Konto
ING DiBa
» 0,- € Dividendengebühr
» 0,- € Kontoführung
» 4,90 € + 0,25% vom Kurswert
» Aktiensparplan ab 1 €
» Sparplangebühr 1,75%
» Hier direkt zum Konto

So soll es sein, so macht das Einnehmen von Dividenden Spaß.

Depot fürs Anlegen per Sparplan

Ich selbst kaufe meist einzelne Aktien zu Beträgen zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Wer aber nicht ständig den Markt nach Kaufchancen scannen will, für den ist es immer am vernünftigsten einfach einen ETF- oder Aktiensparplan aufzusetzen und dann Monat für Monat einen festen Betrag in einen ETF oder selbst gewählte Einzelaktien zu investieren.

Consorsbank

Consorsbank Tipp für Aktiensparplan Starter

Egal ob ETF- oder Aktien. Schon ab 10,- Euro lassen sich über 5.000 Aktien oder ETF per Sparplan besparen. Mein Nr. 1 Tipp für alle die von Anfang an ein rundum gutes Depot nutzen wollen.

NEU auf meiner Watchlist: Scalable Capital – der Depot-Broker mit Gebühren Flatrate

flatex: (für Dividendenstrategie) leider nicht empfehlenswert

flatex

Bei den Gebühren für den Wertpapierhandel, also das reine Aktien kaufen oder verkaufen, ist flatex mit seinen 5,90 Euro je Order regelmäßig an der Spitze vieler Preisvergleiche. Denn diese 5,90 Euro je Order sind wirklich sehr günstig. Wer allerdings die klassische Dividendenstrategie verfolgt, zählt in der Regel eher zu den Buy & Hold Anlegern. Als dieser werden zwar regelmäßig Aktienpositionen gekauft, allerdings nur sehr selten wieder verkauft. Im Vergleich zu anderen Anbietern 2 – 4 Euro günstigere Orderkosten, sind für Dividendenanleger also eher weniger interessant.

Der Haken bei Flatex...
…sind die vielen “versteckten” Gebühren. So zum Beispiel für den Eingang ausländischer Dividenden! 1,50 Euro Gebühren für den Eingang einer Auslandsdividende in Höhe von bis zu 15 Euro und 5 Euro Gebühren, wenn der Betrag des Dividendeneingangs über 15 Euro liegen sollte.

Bekommen Sie beispielsweise eine monatliche Dividende eines amerikanischen Unternehmens in Höhe von umgerechnet 12,71 Euro, wird flatex Ihnen dafür 1,50 Euro Gebühren berechnen. Liegt der Dividendeneingang beispielsweise bei 18,36 Euro, so werden sogar 5 Euro Gebühren fällig.

Das ist für Kleinanleger meiner Meinung nach völlig unakzeptabel.

*Update!*
Die Gebühr für Dividenden wurde inzwischen abgeschafft. Dafür erhebt flatex jetzt bei einem reinen Aktiendepot eine jährliche Depotgebühr in Höhe von 0,1% des Depotwerts.

Mein persönlicher Favorit ist das Depot der OnVista Bank

Onvista Bank

Seit 2001 bin ich an der Börse aktiv und habe seitdem sehr viele Depotanbieter nicht nur getestet, sondern nutze sie (aus verschiedenen Gründen) noch immer bis zum heutigen Tag. Darunter Consors, flatex, ING, TradeRepublic, Smartbroker oder auch die Volks- und Raiffeisenbank.

Dennoch fühle ich mich seit einigen Jahren bei der Onvista Bank und mit deren Festpreis-Depot am wohlsten. Die Gründe dafür sind folgende:

Kostenlose Depot- und Kontoführung
Sparkasse, Volks- und Raiffeisenbank, Deutsche Bank und auch “schlanke Depotanbieter” wie flatex verlangen fürs Depot und dessen Führung Gebühren.

Etablierte Bank
Hinter OnVista steckt die etablierte Comdirect und somit kein junges Fintech-Startup, die leider zu oft in finanzielle Schwierigkeiten geraten, sobald es am Markt turbulenter wird.

Handel an den besten Börsenplätzen
Ich kann hier auf sehr liquiden Börsenplätzen wie Tradegate oder Xetra kaufen und kaufe meine Aktien so fast immer deutlich günstiger als Kunden von Depotanbietern die sich als Free-Broker oder als besonders günstig positionieren

Dividende sofort verfügbar
Die Dividenden erhalte ich bei Onvista wirklich schon direkt am Zahltag (Pay-Day) gutgeschrieben, nicht erst 1 – 3 Tage später, wie es bei anderen Depots der Fall ist.

Sparpläne für pauschal 1 Euro Ausführungsgebühr
Andere Depots sind da ein paar Cent günstiger. Allerdings koppeln diese die Gebühr an die Sparplanhöhe und so werden diese dann wieder teurer. Bei Onvista werden dagegen bis 500 Euro pauschal nur 1,- Euro Gebühr fällig.

Dauerhaft nur 5,- Euro je Kauf-Order (evtl. zzgl. sehr geringer Handelsplatzgebühr)
Aufgepasst! Andere Depotanbieter sind hier auf den ersten Blick durchaus günstiger ABER bieten den Aktienkauf dann oft nur an Handelsplätzen mit wenig Handel an (Gettex und Lang&Schwarz). An diesen illiquiden Handelsplätzen zahlst du fast immer höhere Preise für deine Aktien.

Schnell und übersichtlich zu den Dokumenten
Dokumente jeder Art (Aktienkauf, Dividendeneingang, Jahresabschluss, etc.) werden großartig archiviert, auffindbar und abrufbar gemacht

Kompetenter Support
Der Support der Onvista Bank kennt sich sehr gut aus und reagiert auch sehr schnell. Das mag manchem Anleger nicht so wichtig erscheinen, aber das ist ein Punkt, den ich in den letzten 20 Jahren wirklich zu schätzen gelernt habe.


 

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